Aufgrund seiner hygienischen Eigenschaften ist Edelstahl aus Kliniken und Krankenstationen nicht mehr wegzudenken. Für medizinische Anwendungen benötigt auch eine Schweizer Privatklinik Edelstahlträger mit speziellen Massen.
| Profil: | Spezialträger |
| Materialgüte: | 1.4301 |
| Ausführung: | lasergeschweisst |
| Abnehmerbranchen: | Petrochemie und Pharmaindustrie |
| Land: | Schweiz |

Eine besondere Ausgangssituation
Aufgabenstellung ist die Realisierung von zwei Spezialträgern aus Edelstahl 1.4301. Ausgangsdaten sind die folgenden Grenzen: das minimale Flächenträgheitsmoment (80,7 mal 106 Millimeter hoch vier) sowie die maximal zulässige Bauteilhöhe von 160 Millimetern. Zudem besteht die Anforderung einer Vollanbindung der Schweissnaht.
Optimierung durch Montanstahl

Die vom Ingenieurbüro vorgeschlagene Lösung stellt eine anspruchsvolle schweisstechnische Herausforderung dar und ist zudem sehr schwer. Es besteht Optimierungspotential.
Mithilfe unseres technischen Büros entwerfen wir von Montanstahl ein leichteres Profil mit einer Gewichtseinsparung von 26 Kilogramm pro Meter. Dadurch ist es einfacher laserschweissbar und erfüllt gleichzeitig die statischen und dimensionalen Vorgaben.
Das Profil ist ein Träger mit drei Stegen, mit breiteren Flanschen, aber stark reduzierten Materialstärken.
Die vorgeschlagene Variante wird vom projektverantwortlichen Ingenieurbüro akzeptiert und freigegeben. Die Klinik benötigt zwei dieser Spezialträger mit einer Länge von ungefähr 6650 Millimetern. Die endgültige Länge für den Präzisionsschnitt wird anhand der vor Ort aufgenommenen Masse festgelegt, sobald die Betonarbeiten abgeschlossen sind.
Medizinische Anwendungen erfordern spezielle Edelstahlträger
Verbaut werden die Stangen in der Privatklinik Ars Medica in Lugano, im Schweizer Kanton Tessin. Sie dienen als struktureller Aufsatz für Apparaturen der Magnetresonanztomographie (MRT). Deshalb fiel die Wahl auf einen austenitischen Edelstahl, um den Magnetismus der tragenden Struktur möglichst gering zu halten. Der Einsatz der erheblich teureren amagnetischen Edelstähle wie 316LN oder 1.4435, einem 316L mit einem Nickelgehalt von mindestens 12,5 Prozent, ist nicht notwendig.
Zuerst wird der zentrale Steg laserstrahlgeschweisst. Die Wärmezufuhr, um den zehn Millimeter dünnen Steg beidseitig auf Vollanbindung zu verschweissen, ist gering.
Somit ist der Verzug minimal und es ist nur ein geringfügiges Richten notwendig, bevor die beiden Aussenstege eingeheftet werden können. Anschliessend werden auch diese auf Vollanbindung lasergeschweisst. Vereinbart ist, die Stangen binnen zwei Tagen nach Bekanntgabe der Schnittlänge auf Fixmass zuzuschneiden und freizugeben.

Unsere Lösung bewährt sich erneut für medizinische Anwendungen

Im Zuge der Erweiterung des Kompetenzspektrums benötigt eine weitere Privatklinik in Lugano neue schwere Apparaturen für die Magnetresonanztomographie.
Die Klinik Sant’Anna gehört ebenfalls zum Group Genolier Swiss Medical Network – einer der führenden Schweizer Privatklinikgruppen. Auch Ars Medica gehört zu dieser Gruppe.
Die Anforderungen sind ähnlich und das bewährte Konzept wird erneut eingesetzt. Diesmal sind die Träger mit drei Stegen jedoch deutlich grösser, sowohl höher als auch breiter und zugleich erheblich schwerer (245 Kilogramm pro Meter). Dadurch müssen der Fertigungsleiter und sein Team neue Grenzen ausloten.
Für diesen Auftrag setzt der Kunde eine Frist von zwei Tagen für den Präzisionsschnitt und die Freigabe der 6,9 Meter langen Stangen. Diese Vorgabe wird erfolgreich eingehalten.